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Hüftgelenk Arthroskopie

Operationsspektrum

Hüfgelenk Arthroskopie

Hüftgelenk Arthroskopie

Die Hüft-Arthroskopie hat in den letzten 10 Jahren eine stetige Aufwärtsentwicklung genommen, denn arthroskopische Techniken können hier in derselben Weise angewandt werden wie beispielsweise am Knie- oder Schultergelenk.

Aufgrund der speziellen Anatomie des Hüftgelenkes unterscheidet man folgende Eingriffe:

  • Arthroskopie des „zentralen Kompartimentes“ (umfasst das eigentliche Gelenk mit Inspektion des Knorpels von Hüftpfanne und Hüftkopf). Die Darstellung dieses Gelenkanteiles erfordert eine Traktion des Gelenkes mit einem Extensionstisch.
  • Arthroskopie des „peripheren Kompartimentes“ (Darstellung des Schenkelhalses und des Kopf-Hals-Überganges des Hüftgelenkes). Die Darstellung dieser Gelenkanteile erfolgt in leichter Hüftbeugung, da dann die Gelenkkapsel entspannt ist.

Die Verfeinerung der Instrumente und Techniken hat in den letzten Jahren zu einer steigenden Zahl an Hüft-Arthroskopien geführt. Bei mehreren Krankheitsbildern ist die Arthroskopie eine sinnvolle Alternative zu einer offenen Operation.

Die Hüft-Arthroskopie eignet sich vor allem bei folgenden Krankheitsbildern:

1) Femoroacetabuläres Impingement (FAI) vom Pincer-Typ
Bei diesem Krankheitsbild kommt es zu einem Anschlag zwischen Kopf-Hals-Übergang und Pfannenrand. Die Pfanne liegt teilweise zu tief und wirkt wie eine Beißzange (Pincer) auf den Kopf-Hals-Übergang. Dies führt zu einem langsamen Verschleiß des Pfannenknorpels. Vor allem jüngere, weibliche Erwachsene sind von dieser Krankheit betroffen. Die Behandlung erfolgt arthroskopisch. Knochen wird am Pfannenrand entfernt, die abgelöste Gelenklippe (Labrum) kann dann wieder mit Knochenankern befestigt werden.
 
2) Femoroacetabuläres Impingement (FAI) vom CAM-Typ
Bei diesem Krankheitsbild führen Knochenanlagerungen am vorderen und äußeren Bereich des Kopf-Hals-Überganges zu einer Entrundung des Hüftkopfes. Der Pfannenknorpel ist damit erhöhten Scherkräften ausgesetzt. Dies führt zu frühzeitig einsetzendem Knorpelverschleiß.

Die Behandlung erfolgt arthroskopisch. Durch Knochen-Fräsen im peripheren Kompartiment wird die regelrechte Kopf-Hals-Taillierung wieder hergestellt. Die oben genannten Krankheitsbilder treten oft auch in einer gemischten Form auf.

Wie bei jedem anderen Gelenk können auch an der Hüfte freie Gelenkkörper (z.B. im Rahmen einer Chondromatose) entfernt, Knorpel geglättet und freier Knochen zur Knorpelregeneration (Mikrofrakturierung) angeregt werden.

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